Kleid mit offenen Ärmeln

Echt unglaublich, wie produktiv Dana, die Komplizin, ist. Schon wieder ist ein neuer Schnitt von ihr erschienen: das Kleid mit offenen Ärmeln.

Die offenen Ärmel sind unbestritten das Highlight dieses Kleides. Sie fallen gleich ins Auge und bringen einen echten Wow-Effekt. Die Wow-Erfahrung habe ich mehrmals gemacht, als ich mein Kleid ausgeführt habe. So oft bin ich noch nie auf ein neues Kleidungsstück angesprochen worden. Der raffinierte Schnitt fällt auf!

Schaut mal, so sehen die Ärmel im Detail aus:

Sie werden oben übereinandergelegt und dann mit dem Halsbündchen fixiert. Unten wird ein breites Bündchen angebracht, das die übereinandergelegten Ärmel zusammenhält.

Keine Angst, die Ärmel sind ganz einfach zu nähen, das schaffen auch erfahrene Anfängerinnen.

Wenn ich ehrlich bin, dann war ich mir im ersten Moment nicht sicher, ob ich die offenen Ärmel mag, ob sie zu mir passen. Kurz hatte ich auch überlegt, sie geschlossen zu nähen. Zum Glück habe ich das nicht gemacht, denn nun liebe ich dieses Detail sehr. Irgendwie ein bisschen sexy und verführerisch, wenn die Haut so blitzt…

Das Kleid wird aus Jersey genäht. Ich habe ein Ethnodesign verwendet, das ich mir dieses Frühjahr auf dem Holländischen Stoffmarkt gekauft habe. Ihr müsst euch hier unbedingt all die tollen Beispiele der Probenäherinnen anschauen. Unglaublich, wie wandelbar der Schnitt ist. Ganz in Schwarz, mit Streifen, aus Glitzerstoff… immer sieht das Kleid toll aus.

Ein weiteres Highlight sind die beiden Nahttaschen, die im Vorderteil eingearbeitet werden. Die sind herrlich gemütlich und außerdem ein schönes Designelement.

Auf den beiden Fotos eben seht ihr auch gut den tief sitzenden Rockansatz. Damit habe ich zuerst ein bisschen gehadert. Ich hatte das Gefühl, aus reiner Gewohnheit den Rock mehr nach oben in Richtung Taille ziehen zu müssen. Aber kaum hatte ich das Kleid eine Weile an, war ich überzeugt.

Extra für euch habe ich mich für ein Foto mit meinem Hut aus dem letzten Jahr in die volle Boho-Montur geschmissen. Für den Urlaub super, für den Alltag eher weniger geeignet;)

Meine zweite neue Kette (die erste hab ich euch letzte Woche hier gezeigt) passt jedenfalls super zum Kleid. Fehlen nur noch pinkfarbene Sandalen …

Wenn ihr euch beeilt, dann könnt ihr euch den Schnitt bis zum 14.07.2017 hier noch zum Einführungspreis sichern. Das Schnittmuster ist übrigens schon fertig aus Vlies ausgeschnitten. Ihr müsst es nur noch auf den Stoff auflegen und schon kann es losgehen. Superpraktisch, ohne kleben und plotten!

Gut zu wissen

Schnitt: Kleid mit offenen Ärmeln

Stoff: Holländischer Stoffmarkt

Kette: selbstgemacht

Schuhe: uralt, Marke weiß ich nicht mehr

verlinkt bei: RUMS und Ich habe ein neues Schnittmuster ausprobiert

SOMMER.bluse am See

 

War das herrlich! Eine Woche ganz ohne Kids, nur mein Mann und ich in einem tollen Sport- und Wellnesshotel im Trentin. Sowas von entspannend, kann ich euch sagen.

Klar, dass ich eine ganze Menge selbstgenähter Teile mit dem festen Vorsatz, ganz viel zu fotografieren, eingepackt hatte. Aber na ja, so viel ist es dann doch nicht geworden. Nur drei Outfits haben es vor die Kamera geschafft. Die restliche Zeit musste gewandert, gelesen, geschwommen, Tennis gespielt und gechillt werden…

Der Lago Molveno war die perfekt Location für meine Sommerbluse von leni pepunkt. Und wer ganz genau hinschaut, sieht auf diesem Foto auch den Fotografen…

 

Das Wasser türkisblau, die Berge imposant im Hintergrund, ein einsamer Strand… Mein einzigen Gegner waren der Wind und die blendende Sonne. Deshalb gibt es auf den folgenden Fotos ab und zu zusammengekniffene Augen oder eine Sonnenbrille auf der Nase.

 

Das luftig leichte Blüschen in schnell genäht. Die lässige Passform mag ich sehr gerne. Sowohl über der Hose als auch in den Bund gesteckt sieht die Bluse gut aus.

Ich habe einen luftigen Baumwollvoile „wave and fish“ von Lila-Lotta für Swafing aus der Kollektion On the open sea verwendet. Er eignet sich perfekt, weil er leicht fällt. Und er trägt sich bei großer Hitze einfach herrlich.

Die Seitennähte schließen mit einem Schlitz ab (leider ist genau meine Hand davor).

Übrigens könnt ihr euch die Bluse auch als Kleid nähen. Das muss ich auch noch ausprobieren. Allerdings fehlt mir hierzu doch tatsächlich gerade der passende Stoff. Und das trotz prall gefülltem Vorratsschrank…

 

Wenn es noch heißer wird, dann werde ich mein Blüschen mit Jeansshorts oder einem Jeansrock kombinieren. Aber hier abends am See waren Jeans und Sneakers genau richtig.

Und hier noch eine Besonderheit dieses Schnittes, die man mit meinem so unruhig gemusterten Stoff nicht so gut erkennt. Da muss man schon genau hinschauen.  Die Schulternaht ist nämlich etwas nach vorne versetzt. Das kommt natürlich bei einfarbigen Stoffen noch besser zur Geltung. Besonders, wenn man dieses Detail noch durch ein Paspelband betont.

Die Ärmel haben einen kleinen Umschlag, den ich mit einer Naht fixiert habe.

 

Ich bin ganz verliebt in meine neue Sommerbluse und freue mich sehr, sie diesen Sommer viel zu tragen.

Und zum Abschluss noch ein Blick auf den See, nach Sonnenuntergang. Dieses Licht und diese Stimmung! So schön!

 

 

Schnitt: Sommerbluse von leni p.punkt

Stoff: Voile „wave and fisch“ von Swafing

Verlinkt mit RUMS und Ich hab ein neues Schnittmuster ausprobiert

 

Shirt mit ohne Bindebändern und Cambag Tessa

Heute gibt es gleich zwei selbstgemachte Sachen auf einmal für euch. Neulich hatte mein Mann Geburtstag und ich hab mein neues Shirt und meine neue Tasche zum ersten Mal ausgeführt.

Fangen wir mit dem Shirt an. Es ist das Shirt mit Bindebändern von Dana aka die Komplizin. Allerdings habe ich meine Variante ohne Bindeband genäht. Demnächst zeige ich euch auch noch eines mit Bändern. Fertig ist es schon, muss nur noch fotografiert werden.

Das Shirt sieht auch ohne Bindeband toll aus. Von vorne ist es ganz schlicht und einfach. Die Passform mag ich sehr, es sitzt figurbetont, leicht tailliert, aber nicht eng anliegend. Ich hab einen ganz leichten Jersey mit feinem Glanz aus meinem prall gefüllten Vorratsschrank verwendet. Das feine Material passt perfekt zum reduzierten Schnitt und gibt dem Shirt einen edlen Touch.

Auch das helle Rosa wirkt ziemlich schick und passt perfekt zu Grau. Dieses Duo ist sowieso eine meiner Lieblings-Farbkombinationen. Dazu metallische Akzente – perfekt!

So sieht das Shirt von hinten aus.

Der kleine Schlitz ist gar nicht schwer zu machen und gibt dem schlichten Shirt etwas ganz Besonderes. Beim Nähen muss man lediglich darauf achten, den Ausschnittstreifen genug zu dehnen, damit der Schlitz nicht aufklafft.

Und dann, man glaubt es kaum, hab ich mir noch eine Tasche genäht. Als Resa von Crearesa ihr Täschchen „Cambag“ vorgestellt hat, war ich gleich begeistert. So schick, schlicht und modern, wie aus einem Fashionmagazin entsprungen. Hier gibt es den Schnitt. Ihr müsst euch auch unbedingt die Beispiele der Probenäherinnen anschauen. Irre, wie vielseitig dieser Schnitt ist!

Als mich Resa gefragt hat, ob ich ein Designbeispiel nähen möchte, hab ich ehrlich gesagt kurz gezögert. Denn eigentlich hab ich es ja nicht so mit dem Taschennähen. Da lässt mich mein räumliches Vorstellungsvermögen oft im Stich und ich verliere den Überblick. Und um meine Maschine hab ich auch noch Angst. Aber wie ihr seht, ich hab mich getraut…

… und es war gar nicht schlimm. Im Gegenteil, die Anleitung ist so ausführlich beschrieben und bebildert, da kann eigentlich gar nichts schiefgehen. Nicht mal bei mir…  Das Nähen hat sogar richtig Spaß gemacht. Es ist toll, wie sich Schritt für Schritt Teil an Teil fügt und man schließlich ein kleines Designertäschchen in Händen hält.

Ich hab mich für die größere Variante entschieden (der Schnitt beinhaltet auch noch das Täschchen in kleiner). Meine Frontseite hab ich mit einer Federstickerei von Jolijou verziert. Das perlmuttfarbene Kunstleder hab ich schon letztes Jahr hier gekauft.

Und der irre tolle Stoff für innen ist aus meinem Adventskalender von brinarina und hat hier seine perfekte Verwendung gefunden.

Auf der Rückseite gibt es noch ein kleines Reißverschlussfach für Kleinigkeiten.

 

Das Täschchen hat nun schon auf zwei weiteren Veranstaltungen für Aufsehen gesorgt. Man wollte es mir schon abkaufen oder ein weiteres in Auftrag geben. Aber ich geb es nicht her! Ich hab sogar schon Ideen für weitere Cambags im Kopf.

Gut zu wissen

Schnitt Shirt: Shirt mit Bindebändern

Schnitt Tasche: Cambag Tessa

Stickdatei: Feathers

Kunstleder: hier

Verlinkt mit: RUMS

und bei crearesa Linkparty Cambag Tessa

 

Happy FLOWERS

Endlich ist es warm! Und endlich kann ich euch mein Happy Flowers-Outfit zeigen! Und ihr könnt euch schon mal freuen! Bald gibt es wieder neue Stoffe von Lila Lotta-Design bei Swafing. Happy Flowers heißt Sandras neue Kollektion für Frühling/Sommer 2017. Die wunderschönen Blumen- und Blätterdesigns bekommt ihr in den Farbwelten Gelb, Blau, Rot und Türkis. Alle Stoffe aus dieser Kollektion sind Webware aus Baumwolle, die sich vielseitig verwenden lässt.

Ich hab mir mal wieder eine Frau Aiko von schnittreif und eine dazu passende Tasche genäht. Ich weiß, Frau Aiko  ist altbekannt, aber ich mag den Schnitt einfach total gerne, weil die Aiko immer toll aussieht.

Passen die Pfingstrosen nicht perfekt zu meinem Outfit?! Die sollte ich eigentlich immer mit dabei haben, wenn ich mit der Frau Aiko unterwegs bin.

Ich liebe Pfingstrosen total, sie sind meine absoluten Lieblingsblumen. Und das hat sich mein Mann doch tatsächlich gemerkt und mir einen schönen Strauß mitgebracht. Ohne zu ahnen, dass uns die Blumen für dieses Shooting gute Dienste leisten würden…

Da kann man schon Mal romantisch schauen, oder?

Verwendet habe ich das Design Foxglove Leaves in Burgund. Die Farbkombination aus Burgund und Pink finde ich total genial. Meine schon vor zwei Jahren selbstgemachte Kette harmoniert perfekt, wie für dieses Outfit gemacht.

Die Ärmel- und Bundkanten habe ich mit  Samt-Paspelband in Pink von farbenmix und einem Zierstich meiner Nähmaschine verziert.

Als ich die Fotos gemacht habe, war es leider noch ziemlich kühl, wie ihr vielleicht an meiner Gänsehaut erkennen könnt. Statt einer schwarzen Jeans werde ich mein Shirt bei der aktuellen Wetterlage mit einer 3/4 langen, hellen Jeans oder einem Jeansrock tragen.

Passend zum Outfit hab ich mir eine Tasche gemacht. Eigentlich bin ich kein großer Fan der Taschennäherei. Da fehlt mir die Geduld und das räumliche Vorstellungsvermögen. Aber egal, ich habe mich aufgerafft (ihr wisst ja, mein Vorsatz, mich nähtechnisch weiterzuentwickeln, wird nicht aus den Augen gelassen) und es hat richtig gut geklappt.

Ich habe den gleichen Stoff wie für mein Shirt verwendet und dazu ein bordeauxfarbenes Kunstleder kombiniert. Den Anhänger habe ich aus verschiedenen Perlen und einer Quaste, die sich in meinem Vorrat gefunden haben, zusammengestellt. Er lässt sich mit einem Karabiner einhängen.

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich stolz auf die Tasche, die echt viel kann. Denn eigentlich ist das nicht nur eine Tasche, das sind gleich vier auf einmal. Anke Müller, bekannt als cherrypicking, hat den Schnitt für die Wendetasche für die Aktion MachDeinDing2017 für die Initiative Handarbeit entworfen. Bei dieser Aktion kann jeder mitmachen und tolle Preise gewinnen. Vielleicht hab ich ja Glück.

Da auf zwei Levels Ösen angebracht werden, lässt sich die Tasche groß und klein tragen. Oben die Variante in Groß, hier die in Klein:

Und die Tasche lässt sich auch gewendet groß  und klein tragen, wenn man auch hier die Ösen anbringt. Das habe ich aber nicht gemacht. Für die Innenseite habe ich die Mini Flowers und Double Glover verwendet und unterschiedlich große Fächer genäht. In denen finden Schlüssel, Handy, Geldbeutel und viel Kleinkram Platz. Viele Innen- und Außentaschen finde ich total wichtig, damit ich meine Sachen schnell finde. Für mich gibt es nichts Schlimmeres als Taschen, in die man alles reinwirft und dann ewig kramen muss.

Hier seht ihr die Innenseite:     

Und hier noch ein Blick von oben:

 

Schaut euch unbedingt all die anderen tollen Beispiele der Designnäherinnen an. Hier bei Lila Lotta – Design und bei Swafing könnt ihr euch demnächst durch die Lookbooks klicken und euch inspirieren lassen.

Gut zu wissen

alle Stoffe von Lila Lotta-Design für Swafing

Shirt: Frau Aiko

Tasche: Machdeinding2017

verlinkt mit RUMS

Ich will endlich Frühling

Ist es nicht toll, nähen zu können?! Da hab ich mir überlegt, dass ich ein neues Ringelshirt und einen Jeansrock brauchen könnte. Statt wie andere zu einem Stadt- oder Onlineeinkaufsbummel aufzubrechen, hab ich mich einfach an die Nähmaschine gesetzt.

Entstanden sind eine Else von schneidernmeistern, gekürzt als Shirt, und eine Frau Lilia von Hedi näht.

Ich hab mir schon zwei Kleider nach dem Schnitt genäht (hier und hier) und wollte schon länger die Shirtvariante probieren. Das hat super geklappt. Auf dem Foto unten seht ihr ganz gut die Länge. Ich habe es etwas länger als meine Hüfthöhe zugeschnitten. So eignet es sich auch ganz gut für den Lagenlook. Die Ärmel sind 3/4 lang.

Den U-Bootausschnitt der Else mag ich total gern. Der Beleg am Ausschnitt ist so schön. Er liegt perfekt und trägt sich sehr bequem.

 

 

Auch den Rock Frau Lilia hab ich mir schon mehrmals genäht. Hier in der klassischen Version mit Bündchen, hier auch mit einem schnellen Gummibund.

So näht ihr den Gummibund an:

Näht euren Rock komplett zusammen. Das Gummiband in der gewünschten Länge zuschneiden und zusammennähen. Anschließend links auf rechts auf den Rockbund legen, die vordere und hintere Mitte feststecken. Dann gedehnt von rechts mit einem kleinen Zickzackstich annähen. Fertig!

Das ist die perfekte Lösung für alle, die Respekt vor einem normalen Bund haben, ein witziges Detail möchten und/oder schnell fertig werden möchten… Das Gummiband habe ich mir letztes Jahr bei Stoff und Stil gekauft. Genau das gleiche gibt es nicht mehr, sie haben aber andere hübsche im Programm. Den Rock habe ich übrigens um 10 cm verlängert. Er gehört eigentlich so richtig mini, aber das passt nicht so gut zu mir. Der leichte Denim ist vom Holländischen Stoffmarkt. Er ist recht leicht und dünn, deshalb eignet er sich perfekt für einen sommerlichen Rock.

An diesem Rock liebe ich besonders die Taschen. Die sind wirklich einfach zu nähen, sehen super aus und sind sehr gemütlich und praktisch.

 

Und jetzt noch zu meinem blauen Auge! Patches sind gerade ja sowas von angesagt. Ich finde diesen Trend total cool. Mit so einem Patch wird auch ein ganz schlichtes Ringelshirt ein Hingucker.

Allerdings ist das natürlich auch irgendwann wieder durch und deshalb habe ich mein blaues Auge nur angesteckt und nicht aufgenäht. Hinten hab ich einfach eine Broschennadel aufgenäht. So kann ich meinen Patch an alle möglichen Shirts heften und mein Ringelshirt auch mal blanko tragen. Die tolle Stickdatei eyes only ist von anlukaa.

Ich bin sehr happy mit meinem Frühlingsoutfit. Besonders, weil meine neuen Sneakers so super dazu passen. Ich war mir nämlich unsicher, ob ich sie überhaupt kaufen sollte, weil sie so auffällig sind. Meine Bedenken waren, dass sie sich schwer kombinieren lassen würden.  Aber die Sorge war absolut unbegründet. Ich trage sie so oft und kombiniere sie wild zu allen möglichen Outfits.

Und jetzt freue ich mich, wenn es endlich wärmer wird und ich die doofe Strumpfhose weglassen kann. Die Dinger kann ich nämlich so gar nicht leiden…

 

Gut zu wissen:

Rock: Frau Lilia

Shirt: Else

Stickdatei: Eyes only

Stoffe: Holländischer Stoffmarkt

Sneakers: Nike

verlinkt mit RUMS

 

 

 

 

 

Tunika Elle

Elke von ellepuls hat einen neuen Schnitt entwickelt. Dieses Mal eine tolle Tunika, die auf den schönen Namen Elle hört. Hier könnt ihr den Schnitt ab dem 04.05.2017 kaufen. Ich durfte wieder Probenähen und zeige euch heute meine erste Elle:

 

Wenn ihr Lust habt, Zeit zu investieren und wenn ihr gerne liebevolle Details näht, dann ist dieser Schnitt genau richtig für euch. Denn schnell gemacht ist die Tunika nicht. Sie ist eher ein Stück für alle, die das Nähen und Bügeln zelebrieren und Freude am langsamen Entstehen eines Teiles haben. Eines Teiles, auf das ihr dann aber auch so richtig stolz sein könnt.

Denn die Tunika beinhaltet ein paar wunderschöne Besonderheiten:

Da wäre die verdeckte Knopfleiste. Hab ich noch nie genäht, ist aber dank der detaillierten Anleitung gar kein Problem. Ich hab mich einfach Schritt für Schritt vorgearbeitet und mich gefreut, wie sich dann alles perfekt passend zusammengefügt hat. So sieht die geschlossene Leiste aus. Nur der obere Knopf ist zu sehen.

Erst wenn man die Knöpfe öffnet, sind die Knöpfe und die Knopflöcher zu sehen. Inzwischen bin ich im Knopflochleistennähen schon richtig routiniert und mutig geworden. Klar, dass die Knopflöcher in einer leuchtenden Akzentfarbe genäht werden mussten.

Die Schulterpasse wird doppelt gearbeitet. Das lädt natürlich dazu ein, für die Innenseite einen anderen Stoff zu verwenden. Ich wollte es ganz schlicht. Aber wenn ich euch die anderen Beispiele der Probenäherinnen anschaut, findet ihr dazu viele tolle Anregungen.

Der gebogene Saum wird mit einem Beleg verarbeitet und die Seitennähte überlappen sich.

Ich habe statt der vorgesehenen Tasche eine ganz kleine Tasche genäht, die ich mit Blümchen aus der Stickdatei Las flores von Urban Threads verziert habe.

Schön sind auch die Ärmel mit Manschetten und Schlitzen. Davor hatte ich ziemlichen Respekt, aber auch das hat mit Elkes Anleitung richtig gut geklappt.

 

Der tolle Seersucker, den ich von nostalgia privatim für dieses Projekt zur Verfügung gestellt bekommen habe, eignet sich super für die Tunika. Ich habe ihn vor der Bearbeitung gewaschen und gründlich gebügelt. Dann habe ich die fertige Elle wieder gewaschen und nicht gebügelt, damit der Crinkleeffekt wieder rauskommt. Dadurch wird sie natürlich auch etwas enger. Macht aber nichts, finde ich.

Leider war es eisig, als ich die Fotos für diesen Post gemacht habe. Deshalb habe ich die Tunika auch mit Jeans und geschlossenen Schuhen kombiniert. Und einen Gürtel hab ich mir auch umgebunden. So ganz ohne Akzent auf der Taille steht mir so ein langes Teil nicht so gut. Dafür finde ich mich zu klein und zu kompakt.

Wenn es endlich warm wird, dann werde ich die Tunika mit einer 3/4 langen Hose tragen. Und im Urlaub macht sie sich bestimmt auch gut einfach nur über dem Bikini… Wenn es nur endlich schon so weit wäre.

Alles in allem ist Elle ein Projekt, das etwas Geduld erfordert, das aber auch großen Spaß macht. Ich habe eine Menge beim Nähen gelernt. Und dieses Wissen kann ich jetzt immer wieder abrufen und einsetzen.

Gut zu wissen

Schnitt Elle

Stoff hier

Sneakers Reebok

Jeans Mango

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Ich habe ein neues Schnittmuster ausprobiert

RUMS

 

#Kleid01 – mein neues Lieblingsbasic

Endlich ist der Frühling da! So sollte mein heutiger Blogpost eigentlich beginnen. Tja, das war wohl nix. Diese Woche Schnee, Regen und Graupel in Stuttgart, ab und zu mal ein bisschen Sonnenschein. Und da hieß es schnell sein und Fotos machen, denn schließlich möchte ich euch unbedingt mein neues Kleid01 nach dem neuen Schnittmuster von Dana Lübke alias die Komplizin zeigen.

Wie immer bei Dana ist der Schnitt schlicht und feminin. Und es gibt ein paar kleine Details, die das Kleid trotz aller Schlichtheit zu etwas ganz Besonderem machen.

Da ist der tolle Ausschnittschlitz, der ein bisschen Einblick gewährt, aber nicht zuviel. Wenn ihr weniger zeigen oder einen farbigen Kontrast setzen wollt, dann könnt ihr auch ein Top drunterziehen. Oder ihr näht ihn einfach weiter zu oder auch weiter offen.

Auf dem oberen Bild seht ihr es schon, auf dem nächsten auch noch einmal ganz deutlich: Ober- und Rockteil haben eine Teilungsnaht, die schmalkantig abgesteppt wird. Das ist ein weiterer hübscher Hingucker.

Besonders auffällig ist der schöne Ärmelschlitz, den bei der Kurzarmvariante vorgesehen ist (es gibt im Schnitt auch eine Variante für lange Ärmel). Der ist ganz einfach zu arbeiten, macht aber echt was her.

Damit aber nicht genug: Auf der Rückseite wird ein außenliegender Tunnelzug angebracht. In den könnt ihr einen schmalen Gürtel, eine Kordel, ein farbiges Band usw. einziehen. Ich habe mich für einen runden Ledergürtel zum Binden entschieden.

Meinen Tunnel habe ich nach oben gelegt und dann festgesteppt. Denn ich möchte, dass er oben bleibt und mein Gürtel in der Taille liegt. Das könnt ihr handhaben, wir ihr möchtet.

Und außerdem hat das Kleid auch noch Taschen – für mich unverzichtbar. Taschen sind einfach so schön bequem, man kann schnell ein Taschentuch verstauen oder die Hände aufräumen…

… oder fürs Shooting posen 😉

Ich hab das Kleid für euch auch mal ohne Gürtel aufgenommen, damit ihr seht, wie es solo daherkommt. Ich finde es auch nicht schlecht, lässig und unkompliziert. Aber mit Gürtel mag ich es an mir lieber.

Bestimmt möchtet ihr wissen, woher dieser tolle Stoff ist. Und da muss ich euch leider enttäuschen. Den habe ich schon vor langer Zeit bei Stoff und Stil gekauft und er ist nicht mehr erhältlich. Er lag lange wohlgehütet in meinem Schrank und hat auf seine Bestimmung gewartet und sie jetzt gefunden. Aber schaut doch einfach mal bei Dana im Shop vorbei, da gibt es eine tolle Auswahl und sie berät euch auch gerne, welches Material sich eignet.

Übrigens habe ich das Kleid  zu einem großen Teil mit meiner neuen Bernina 530 genäht. Schaut mal, hier auf Instagram hab ich sie schon vorgestellt. Ich habe ja schon eine Weile mit einer neuen Maschine geliebäugelt und mich dann sehr kompetent beim Nähpark beraten lassen und mir dort mein neue gekauft. Wir sind schon beste Freundinnen, das Jerserynähen hat toll geklappt. Wenn ihr möchtet, dann berichte ich demnächst noch ausführlicher von unserer Freundschaft.

Habt ihr Lust auf das tolle Kleid mit Bindegürtel bekommen? Dann schaut auf Instagram hier bei Dana vorbei, da seht ihr noch viele weitere tolle Beispiele von den anderen Probenäherinnen.

Das Kleid hat übrigens auch schon eine Karriere in den Medien gestartet: Imke Riedenbusch hat es am 18.04. in der Sendung mein Nachmittag im NDR getragen.

Jetzt hoffe ich mal auf besseres Wetter, ich möchte mein Kleid endlich ohne Nylonstrümpfe tragen (die Dinger hasse ich nämlich wie die Pest). Zum Glück geben dir Prognosen Anlass zur Hoffnung. Daumen drücken!

             

 

Gut zu wissen

Schnitt: Kleid mit Tunnelzug

Stoff: von Stoff und Stil, leider nicht mehr erhältlich

Schuhe: Unisa

verlinkt mit: RUMS