Es ist mal wieder Elsenherbst

Monika von Schneidernmeistern hat sich eine tolle Variante der allseits beliebten Else ausgedacht. Die Raglanelse! Den Schnitt bekommt ihr zum Beispiel hier.

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Ich habe mir eine graue Else genäht. Da ich bei Kleidern nicht so auf Kapuzen stehe, hab ich sie einfach weggelassen.

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Damit die Else noch mehr auf Figur kommt, trage ich sie mit einem Bindegürtel aus Leder.

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Mit dem Sitz der Else bin ich sehr zufrieden. Nur leider mit meiner Stoffauswahl nicht. Meine Art Jacquard-Jersey (vom Holländischen Stoffmarkt) fällt leider nicht sehr schön. Der Stoff ist steif und trägt ziemlich auf.

Vielleicht kürze ich mir die Else doch noch einfach zu einem Pullover, mal schauen.

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Besonders schön finde ich die Raglanärmel. Sie werden oben auf der Schulter mit Abnähern in die richtige, schöne runde Form gebracht. So schmiegen sie sich dem Körper wunderbar an.

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Am besten näht ihr diesen Abnäher besonders akkurat und verwendet die Nähmaschine statt der Overlock.

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Um die Raglannähte noch mehr zu akzentuieren, habe ich die Overlocknähte auf der rechten Seite genäht und sie dann nochmals festgesteppt. Covern für Faule 😉

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Ich mag auch gerne, dass die Raglanärmel schmal sind und unter der Schulter nicht so viel Volumen haben. Das trägt sich sehr bequem und stört auch nicht, wenn man mal ein Jäckchen überzieht.

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Jetzt reihe ich mich mit meiner Raglanelse ein in den Kreis der herbstlichen Elsenschwestern bei Monika Linkparty Elsenherbst. Schaut doch auch mal vorbei und lasst euch inspirieren.


Gut zu wissen:

Verlinkt mit: Elsenherbst und RUMS

Schnitt: Else, hier oder hier oder  hier 

 

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Kuschelponcho, ganz einfach ohne Schnitt

Lust auf einen Strickponcho im Handumdrehen? Dann schaut mal hier:

Poncho Victoria Swafing 01 ganzmeinding

Aus dem wunderschönen Strickstoff Victoria von Swafing habe ich mir in ein paar Minuten einen gemütlichen, kuscheligen Poncho genäht. Er passt ganz wunderbar über meinen Rolli aus dem Sommersweat Autumn Feeling aus der Forest-Kollektion von Lila-Lotta für Swafing, den ich euch hier schon gezeigt habe.

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Poncho Victoria Swafing Lila-Lotta 03 ganzmeinding

Das Anthrazit fügt sich wunderbar in meine Garderobe ein und passt zu allem. Das Material ist sooo kuschelig und hat einen ganz tollen Fall.

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Und so hab ich es gemacht:

Für den Poncho braucht ihr nur 80 cm Strickstoff, 1,40 m breit.

Den klappt ihr mittig aufeinander. So bekommt ihr ein Rechteck, ca. 70 cm x 80 cm. Der Bruch liegt später auf der Schulter. Versäubert dann die untere Kante. Ich habe das mit der Overlock gemacht.

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Dann näht ihr die Seiten von unten beginnend ca. 50 cm weit zusammen. Somit bleiben für den Armausschnitt ca. 20 cm offen. Die Größe der Öffnung könnt ihr natürlich ganz nach Wunsch variieren. Die offenen Kanten am Armausschnitt bitte auch versäubern.

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Jetzt greift ihr beherzt zur Schere und schneidet oben mittig den Stoffbruch ca. 27 cm weit  auf. Das ist der Halsausschnitt. Ich habe ihn noch etwas vergrößert, indem ich ihn in der Breite einer Rippe ganz leicht in Form geschnitten habe. Dann die Öffnung noch versäubern – fertig ist euer Poncho!

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Ihr könnt diesen „Schnitt“ ganz auf eure Wünsche anpassen und variieren. Er sieht länger bestimmt auch super aus. Oder ihr näht euch einen Rollkragen an die Halsöffnung. Die Versäuberung mit einem auffälligen Kontrastgarn stelle ich mir auch toll vor… Ihr habt bestimmt viele gute Ideen. Und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich verlinken würdet, wenn ihr ihn nachnäht.

Poncho Victoria Swafing 08 ganzmeinding
Ich finde, dass er wirklich toll fällt und überhaupt nicht aufträgt. Das machen Ponchos ja leider manchmal.

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Jetzt im Herbst kann der Poncho draußen eine Jacke ersetzen. Im Winter werfe ich ihn mir auch drinnen gerne über, wenn es so richtig kalt wird.

Poncho Victoria Swafing 10 ganzmeinding

Er passt toll zu einem Rock, aber auch über Hosen und Leggings macht er sich gut. Ich habe total Lust, mir noch einen aus „Victoria“ in einer anderen Farbe zu nähen. Es gibt auch noch einen wunderschönes Brombeerton … oder lieber in Senf?

Gut zu wissen

Schnitt: selbstgemacht

Stoff: Strick „Victoria“ und Sommersweat „Autumn feeling“, beide von Swafing

verlinkt mit: RUMS

+++Die Stoffe wurden mir zum Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt+++

Plantain-Shirt mit Silberfedern

Hallo meine Lieben,

diese Woche habe ich mich am Schablonieren versucht. Die Schablonen My Style von Rayher habe ich mir schon letzten Herbst auf einer Messe gekauft, aber bis jetzt noch nicht verwendet. Denn damit das Design gut zur Geltung kommt, brauchte ich ein ganz schlicht geschnittenes, unifarbenes Shirt. Das habe ich mir bis jetzt noch nie genäht, eigentlich verwende ich meist gemusterte Stoffe.

Aber dann wurde ich neulich auf den tollen Schnitt „Plantain“ von Deer & Doe aufmerksam gemacht (Danke an maxantonia auf Insta), der sogar gratis ist. Und plötzlich ging es ganz schnell und innerhalb kurzer Zeit ist mein Federschirt entstanden.

Was sagt ihr dazu? Ich bin fürs erste Mal wirklich zufrieden.

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Der Schnitt ist ganz einfach und da er nach unten hin leicht ausgestellt ist, schmeichelt er der Figur und verzeiht auch mal einen Eisbecher. Ich finde auch den recht großen Ausschnitt sehr schön. Er ist nicht zu weit und macht ein schönes Dekolleté.

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Für alle, die auch Lust haben, sich ein Shirt aufzuhübschen, habe ich dokumentiert, wie ich es gemacht habe.

 

imageIhr braucht ein Shirt oder was auch immer ihr verzieren möchtet. Wenn ihr nicht so gut im Nähen seid, dann könnt ihr natürlich auch ein schlichtes, gekauftes Shirt, ein Tuch, eine Tasche oder was auch immer, verzieren.

Dann die Schablone, passende Textilfarben, einen Rakel und nach Wunsch Flitter. Außerdem Stecknadeln, dicke Pappe, Bügelpapier und ein Bügeleisen.

 

 

 

 

image Zuerst habe ich die Schablone an der gewünschten Stelle positioniert und die oberen Kanten mit Stecknadeln markiert.

 

 

 

 

 

 

imageDann kann die Schablone wieder abgenommen werden. Zieht die Schutzfolie von der Rückseite ab.

 

 

 

 

 

 

 

imageLegt anschließend die leicht klebende Schablone auf der markierten Stelle auf und drückt sie an. In das Shirt habe ich ein Stück dicke, feste Pappe gelegt, damit die Farbe nicht auf die Rückseite durchdrückt. Jetzt gibt man Textilfarbe auf den oberen Rand (dazu könnt ihr euch auch an der Anleitung auf der Packung zur Schablone orientieren). Ich habe außen Silber und in der Mitte Neonpink verwendet.

 

 

 

 

 

imageDie Schablone haltet ihr fest und zieht die Farbe mit dem Rakel von oben nach unten. Leider konnte ich davon kein Foto machen, dazu bräuchte es mehr als zwei Hände… Ich habe nochmals Farbe nachlegen müssen, die habe ich im Zwischenraum zwischen den Federn aufgetragen.

Die Schablone zieht ihr gleich vorsichtig ab und wascht sie und den Rakel gründlich aus (ich habe dafür flüssige Handwaschseife verwendet).

 

 

 

 

imageIn die feuchte Farbe habe ich für einen zusätzlichen Bling-Bling-Effekt silbernen Flitter gestreut. Allerdings war ich mit Ergebnis nicht so zufrieden. Das Neonpink kam total Lila raus, und das ist gar nicht meine Farbe. Ich hätte besser der Herstellerempfehlung geglaubt, da steht nämlich, dass man die Farbe nur auf hellen Textilien anwenden soll…

Also habe ich die Schablone nach dem Trocknen der Farbe einfach noch einmal so passgenau wie möglich aufgelegt und überall nochmals Silber aufgetragen.

 

 

 

 

imageBesser! Nach dem Trocknen der Farbe wird zur Fixierung noch gebügelt und fertig ist das Federshirt.

 

 

 

 

 

 

 

Mit ein paar weiteren Impressionen zum Shirt verabschiede ich mich für heute und mache mich auf zu RUMS und zur gratis Schnittmusterparty von Nähfrosch.

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