Kleid mit offenen Ärmeln

Echt unglaublich, wie produktiv Dana, die Komplizin, ist. Schon wieder ist ein neuer Schnitt von ihr erschienen: das Kleid mit offenen Ärmeln.

Die offenen Ärmel sind unbestritten das Highlight dieses Kleides. Sie fallen gleich ins Auge und bringen einen echten Wow-Effekt. Die Wow-Erfahrung habe ich mehrmals gemacht, als ich mein Kleid ausgeführt habe. So oft bin ich noch nie auf ein neues Kleidungsstück angesprochen worden. Der raffinierte Schnitt fällt auf!

Schaut mal, so sehen die Ärmel im Detail aus:

Sie werden oben übereinandergelegt und dann mit dem Halsbündchen fixiert. Unten wird ein breites Bündchen angebracht, das die übereinandergelegten Ärmel zusammenhält.

Keine Angst, die Ärmel sind ganz einfach zu nähen, das schaffen auch erfahrene Anfängerinnen.

Wenn ich ehrlich bin, dann war ich mir im ersten Moment nicht sicher, ob ich die offenen Ärmel mag, ob sie zu mir passen. Kurz hatte ich auch überlegt, sie geschlossen zu nähen. Zum Glück habe ich das nicht gemacht, denn nun liebe ich dieses Detail sehr. Irgendwie ein bisschen sexy und verführerisch, wenn die Haut so blitzt…

Das Kleid wird aus Jersey genäht. Ich habe ein Ethnodesign verwendet, das ich mir dieses Frühjahr auf dem Holländischen Stoffmarkt gekauft habe. Ihr müsst euch hier unbedingt all die tollen Beispiele der Probenäherinnen anschauen. Unglaublich, wie wandelbar der Schnitt ist. Ganz in Schwarz, mit Streifen, aus Glitzerstoff… immer sieht das Kleid toll aus.

Ein weiteres Highlight sind die beiden Nahttaschen, die im Vorderteil eingearbeitet werden. Die sind herrlich gemütlich und außerdem ein schönes Designelement.

Auf den beiden Fotos eben seht ihr auch gut den tief sitzenden Rockansatz. Damit habe ich zuerst ein bisschen gehadert. Ich hatte das Gefühl, aus reiner Gewohnheit den Rock mehr nach oben in Richtung Taille ziehen zu müssen. Aber kaum hatte ich das Kleid eine Weile an, war ich überzeugt.

Extra für euch habe ich mich für ein Foto mit meinem Hut aus dem letzten Jahr in die volle Boho-Montur geschmissen. Für den Urlaub super, für den Alltag eher weniger geeignet;)

Meine zweite neue Kette (die erste hab ich euch letzte Woche hier gezeigt) passt jedenfalls super zum Kleid. Fehlen nur noch pinkfarbene Sandalen …

Wenn ihr euch beeilt, dann könnt ihr euch den Schnitt bis zum 14.07.2017 hier noch zum Einführungspreis sichern. Das Schnittmuster ist übrigens schon fertig aus Vlies ausgeschnitten. Ihr müsst es nur noch auf den Stoff auflegen und schon kann es losgehen. Superpraktisch, ohne kleben und plotten!

Gut zu wissen

Schnitt: Kleid mit offenen Ärmeln

Stoff: Holländischer Stoffmarkt

Kette: selbstgemacht

Schuhe: uralt, Marke weiß ich nicht mehr

verlinkt bei: RUMS und Ich habe ein neues Schnittmuster ausprobiert

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Flamingokleid

Noch ist der Sommer da. Aber ich finde, dass man schon merkt, dass sich der Herbst so ganz langsam heranschleicht. Die Abende werden kühler, die Tage deutlich kürzer und die Luft riecht irgendwie ganz anders…  Da wird es höchste Zeit, euch noch schnell mein Flamingokleid zu zeigen!

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Es ist ja nicht zu übersehen: An Flamingos kommt man diesen Sommer nicht vorbei. Das hat sich 2015 schon angekündigt und daher habe mir schon letzten Juli diesen tollen Flamingostoff gekauft. Zum Vernähen bin ich dann erst dieses Jahr gekommen. Ich finde ihn so schön, weil die Flamingos ganz entgegen ihrer Natur nicht rosa sind. So sind sie nicht ganz so schrill und auch für Erwachsene gut tragbar ( Hier gibt es den Stoff).

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Der Schnitt ist aus der Ottobre 2/2016. Er hat die Nummer 15  und heißt „Pieced“. Im Original hat das Kleid auffällige Teilungsnähte, die ich allerdings wegen meines gemusterten Stoffes weggelassen habe. Eigentlich sollte es nämlich aus einem Leinenstoff genäht werden. Ich hab aber einfach einen festen Jersey verwendet und es hat wunderbar geklappt.

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Ich mag die Kimonoärmel und die lockere, aber doch schmeichelhafte Form sehr gerne. Abnäher bringen das Kleid in Form. Und da es keinen Verschluss hat, ist es auch ganz schnell genäht. Die vorgesehenen Belege am Halsausschnitt und an den Ärmeln hab ich mir gespart und die Kanten einfach nach innen geschlagen und knappkantig festgesteppt.

Für einen ungezwungenen Anlass trage ich es ohne Gürtel und ganz lässig. Noch besser gefällt es mir aber mit Gürtel. So sieht es dann doch „angezogener“ aus.

 

 

image imageMan kann den Schnitt übrigens auch als Shirt nähen. Das in der Ottobre gezeigte Beispiel gefällt mir sehr gut. Es sind sowieso weitere schöne Schnitte für Kleider und Shirts enthalten. Leider, leider fehlt es dann immer an der Zeit.

Den kleinen Ledergürtel habe ich übrigens schon vor einer ganzen Weile von einer lieben Freundin geschenkt bekommen. Er ist einfach toll, weil er variabel ist und perfekt zu Kleidern passt. Deshalb habe ich mir schon vor einer gefühlten Ewigkeit Material besorgt, um ihn nachzumachen. Wenn es gelingt, gibt es ein Tutorial für euch…

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Koralle!

Hallo meine Lieben!

ich freu mich so, dass ich mit meiner Lieblingsfarbe Koralle bei der Farbensause von zwirnguin mit dabei sein darf. Dagmar hat die tolle Aktion organisiert und es sind so viele schöne Beiträge zu den verschiedensten Farben entstanden. Und als sie mich und Koralle dann noch als Überraschungsgast eingeladen hat, musste ich nicht lange überlegen. Klar, wir machen mit! Und zwar sehr gerne!

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Denn Koralle ist ein genialer Farbton. Irgendwas zwischen Rosa, Pink und Orange, herrlich frisch, dabei aber gar nicht aufdringlich und schrill. Und Koralle lässt sich vielseitig kombinieren. Die Farbe passt zu Grau, zu Weiß, zu Schwarz, zu Jeans, zu Rosatönen… Und ich würde behaupten, sie steht den meisten Frauen.

Ich habe für diesen Beitrag in meinen Schränken gestöbert und geschaut, was ich alles in Koralle habe. Tja, das ist nicht wenig. Mit vollen Händen ging es ab zum Shooting in den Garten. Jetzt kommen viele Bilder und ich zeige meine Lieblingsstücke.

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Mein wichtigstes, korallfarbenes Teil ist mein Moneta-Kleid von Colette Patterns. Es hat heute für euch hier Premiere. Ich liebe es und habe es im Sommer oft getragen. Es ist ganz schlicht und unspektakulär und lässt sich gerade deshalb vielseitig stylen und kombinieren. Für den Sommer habe ich mich für die Variante mit kurzen Armen entschieden. Im Schnitt sind noch 3/4 lange Arme und eine ärmellose Variante enthalten. Außerdem gibt es noch ein ergänzendes pdf mit fünf weiteren Kragenlösungen.

Das Kleid ist einfach zu nähen. Nur das Kräuseln in der Taille fand ich nicht so leicht. Mein Jersey war so „flutschig“ und die Falten sind unter der Maschine immer vom Füßchen weggeschoben worden. Dann habe ich den Tipp bekommen, drei Nähte zum Kräuseln zu setzen, und das hat in der Tat geholfen.

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Den Schnitt mag ich sehr. Vielleicht erinnert ihr euch noch an meine Variante im Batiklook, die ich hier gezeigt habe. Aber so in einem unifarbenen Jersey finde ich sie auch sehr hübsch. Besonders angetan haben es mir die Taschen. Die machen das Kleid  so lässig und gemütlich und praktisch.

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Und auch der große Ausschnitt ist so schön. Perfekt, um große Ketten zu inszenieren. Dass ich das gerne mache, ist euch wahrscheinlich auch schon aufgefallen… Die tolle Blumen hat mir übrigens einen Tag vor dem Shooting eine liebe Freundin geschenkt. Ein perfektes Accessoire für die Fotos!

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Sogar die Blumen in meinem Garten passen zum Outfit! Und meine Tasse auch! Nur Schuhe in Koralle habe ich nicht. Danach habe ich diesen Sommer gesucht, bin aber nicht fündig geworden.

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Und hier meine Kollektion an selbstgenähten Sachen. Taschen und T-Shirts, mit langen und kurzen Armen, teilweise auch mit geplotteten Motiven verziert. Alles habe ich in letzter Zeit hier gezeigt und beschrieben. Hier seht ihr übrigens auch ganz schön, dass Koralle viele Schattierungen haben kann, von ganz hell bis fast Orange.

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Nochmal von der Nähe alle meine Shirts aus diesem Frühling und Sommer. Manche sind ganz einfach, andere mit Plottermotiven oder mit schablonierten Motiven verziert. Getragen haben ich sie alle viel und gerne.

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Und meine Strandtasche und meine Hüfttasche, die ich schon letztes Jahr genäht habe:

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Weil es so schön ist, muss ich euch auch noch schnell meine Accessoires zeigen: ganz viele Nagellacke und ein paar Ketten und Armbänder.

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Ich finde es immer gut, wenn man sich auf ein paar Lieblingsfarben beschränkt (ich habe neben Koralle auch noch ein paar weitere Favoriten, wie beispielsweise Grau, Schwarz, Gelb, Weinrot), und auf diesen dann seine Garderobe aufbaut. So kann man immer perfekt und ohne langes Hin und Her kombinieren. Dieses Jahr bin ich so mit meiner Lieblingsfarbe perfekt durch den Sommer gekommen.

Nun ist aber gut, jetzt packe ich meine vielen Teile wieder ein. Hoffentlich konnte ich euch meine Lieblingsfarbe näherbringen. Ich schaue jetzt mal, wieviel Koralle ich noch in den Herbst und Winter retten kann. Und ein Moneta-Dress aus einem dickeren Stoff steht auf jeden Fall auf meiner ewig langen To-do-Liste…

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Maxikleid – perfekt für den Urlaub

Hallo meine Lieben,

schon ist die schönste Zeit des Jahres wieder vorbei: Zwei herrliche Wochen in der Toskana und drei relaxte Tage in Südtirol liegen hinter mir. Wir waren zusammen mit einer Freundin und ihren Kids in einer tollen Ferienwohnung mit Pool und herrlichem Blick in die wunderschöne Landschaft. Wir hatten herrliches Wetter, meine neues Kleid, das Maxikleid nach dem Schnitt von lillesol und pelle, kam mehrmals zum Einsatz. Und wie ihr seht, hat auch der Limoncello sehr gut geschmeckt…

imageDer Schnitt ist ganz einfach und schnell gemacht. Das kam mir sehr entgegen, denn das Kleid ist wirklich auf den letzten Drücker vor dem Urlaub fertig geworden und dann gleich in den Koffer gewandert. Ich habe mich für die Variante mit Trägern zum Binden entschieden. Dafür habe ich ein gekauftes Jersey-Schrägband in Schwarz verwendet, das ich schon vor einiger Zeit einfach mal so gekauft habe. Nun hat es seine Bestimmung gefunden.

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Die Länge der Träger lässt sich durch Knoten variieren, so kann man immer entscheiden, wieviel Einblick man gewähren möchte. Praktisch, finde ich.

Den genialen Stoff habe ich übrigens von Maxantonia geschenkt bekommen. Ist er nicht wunderschön?! Es ist ein Jersey mit einem leichten Synthetikanteil, und er eignet sich perfekt für diesen Schnitt, weil er einen tollen Fall hat. Aus dem Rest habe ich mir übrigens auch noch ein Top genäht, und es ist noch ein bisschen übrig. Mal schauen, wofür das Stückchen noch reicht.

Vor der roten Wand unseres Ferienhauses kommt Stoff ganz besonders gut zur Geltung. Ich habe in der blendenden Abendsonne posiert, bevor es zum Essen ging.

Maxikleid lillesol und Pelle Zum Glück sitzt das Kleid locker, sodass meine angefutterten Urlaubspfunde nicht so dolle auffallen (hoffe ich zumindest). Aber ich fand das leckere Essen in der Toskana einfach unwiderstehlich. Dazu dann noch das eine oder andere Gläschen Vino, Frizzante etc… Aber was soll’s, jetzt wird eben wieder kürzer getreten.

Auf dem folgenden Bild hat der Wind das Kleid ganz luftig aufgebauscht. Das ist genau der Effekt, der Maxikleider so angenehm zu tragen macht.

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Falls ihr euch wundert, dass meine Schuhe auf allen Bildern abgeschnitten sind – das ist Absicht. Ich mache bei der Aktion „This is not ok – Der Katalog der Nähbloggerinnen“ von Susanne von Mamimade mit. Sie stellt einen Katalog von Nähblogerinnen in ihren selbst genähten Outfits zusammen. Bedingung: Die Kleidung (auch die Schuhe!) muss entweder selbstgemacht oder fairwear sein. Bei Schuhen muss ich leider passen…

Susanne protestiert mit ihrer Aktion gegen die Ausbeutung der Näherinnen in der Bekleidungsindustrie. Eine tolle Idee, finde ich. Denn die Bedingungen, unter denen heute die schnell konsumierten Kleidungsstücke produziert werden, sind einfach schrecklich. Seitdem ich wieder viel nähe, verzichte ich häufig auf gekaufte Kleidung und freue mich, dass ich vieles selbermachen kann. Nicht alles, klar, aber doch viele Teile. Und diese trage ich dann auch lange, weil ich Zeit und Herzblut in sie investiert habe. Ich bin gespannt auf den bunten Katalog, der im September erscheinen wird.

Nun starte ich wieder in den Alltag. Zum Glück auch wieder mit Nähen, das habe ich schon vermisst.

 

verlinkt mit

Katalog der Nähblogerinnen

RUMS

 

Staple dress: das perfekte Sommerkleid

Hallo meine Lieben,

in dieser Hitze die letzten Tage konnte ich es nur in ganz leichter Kleidung aushalten. Bei hochsommerlichen Temperaturen mag ich Kleider und Röcke am liebsten. Das ist einfach herrlich luftig und leicht. Die von der Stange gekauften Sommerkleider gefallen mir meistens nicht, sie passen nicht, die Farbe, das Stoffdesign, die Länge…  sind nicht perfekt. Aber zum Glück kann ich mir ja was Eigenes nähen. Auf Instagram habe ich in letzter Zeit oft das Staple Dress gesehen und wusste schnell, dass der Schnitt von April Rhodes gut zu mir passt. Und hier ist es:

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Das Kleid hat überschnittene Schultern und sitzt sehr luftig. In der Taille wird es gesmokt und so in Form gebracht. Man kann es so tragen oder mit Gürtel, was mir noch besser gefällt. An das in der Anleitung beschriebene Smoken der Taille habe ich mich allerdings nicht getraut. Ich habe stattdessen, wie es auch als Alternative vorgeschlagen wird, ein Gummiband auf die Innenseite genäht. Da hatte ich noch nicht das tolle Tutorial von pattydoo gesehen. Beim nächsten Mal wird also gesmokt. Ich will ja auch etwas dazulernen.

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Das Staple Dress hat noch ein großes Plus: Taschen! Ich liebe dieses Detail. Wer mag, kann sie aber auch weglassen. Das wird in der Anleitung alles gut beschrieben.

Staple dressZur Wahl stehen außerdem zwei Saumarten. Ein klassischer gerader Saum, wie ich es gemacht habe. Oder ein nach hinten um einiges länger werdender Saum. Der sieht auch gut aus, aber an mir mag ich das nicht so gerne.

Die Anleitung ist komplett bebildert, aber auf Englisch. Ich bin super klargekommen. Der Schnitt ist ziemlich einfach, es gibt keinen Reißverschluss, keine Knopflöcher. Die Taschen erfordern vielleicht ein bisschen Übung, ebenso das Einfassen der Armausschnitte und des Halsausschnittes.

Die Länge des Oberteils kann man übrigens auf die eigenen Maße anpassen. Das hab ich nicht gemacht, sondern es einfach unverändert genäht. Beim nächsten Mal werde ich das Oberteil aber doch leicht verlängern, da die Taille etwas zu hoch für mich sitzt.

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Für das Kleid solltet ihr weich fallende Stoffe verwenden. Ich habe Viskose mit einem coolen Print genommen. Diesen habe ich schon vor einiger Zeit bei meinem örtlichen Stoffhändler gekauft. In einer riesigen Menge, weil er reduziert war. Das reicht noch locker eine Hose und ein paar Oberteile…

Einige weitere interessante Kleiderschnitte habe ich mir in letzter noch gekauft, die werde ich euch nach und nach zeigen. Wenn ich nur mehr Zeit für meine Nähmaschine hätte!

Nun geht es auf zu RUMS, da gibt es heute bestimmt eine Menge toller Sommeroutfits zu bewundern.